KIWI – KI-unterstützte Wirkungsmessung für Inklusionsunternehmen

Projektbeschreibung

KIWI ist ein Forschungs- und Entwicklungsprojekt zur digitalen Wirkungsmessung in inklusionsorientierten Unternehmen. Das Projekt adressiert den Bedarf an transparenten, skalierbaren und barrierefreien Verfahren zur Erfassung, Analyse und Darstellung gesellschaftlicher Wirkung. Inklusionsunternehmen erzeugen einen hohen sozialen Mehrwert, verfügen jedoch bislang nur eingeschränkt über praktikable, standardisierte Werkzeuge zur systematischen Wirkungsmessung. KIWI untersucht und entwickelt hierfür eine modulare Plattform, die menschzentriertes Design, strukturierte Datenerhebung und KI-gestützte Auswertung kombiniert.

Die Plattform unterstützt die Erstellung und Durchführung konfigurierbarer Fragebögen und Befragungen für unterschiedliche Stakeholdergruppen, darunter Mitarbeitende, Kund:innen, Auftraggeber:innen und Unternehmensvertretungen. Die Erhebungsmodule sind flexibel anpassbar in Bezug auf Inhalte, Sprache, Barrierefreiheitsanforderungen und Ausspielungsformate. Dadurch können sowohl einmalige Erhebungen als auch wiederholte Messungen zur Beobachtung von Entwicklungen über die Zeit durchgeführt werden.

Die erhobenen Daten werden über eine modulare Auswertungspipeline verarbeitet. Antworten aus Befragungen sowie ausgewählte Organisationskennzahlen werden vordefinierten Wirkungsdimensionen zugeordnet, die sich an etablierten Nachhaltigkeits- und Inklusionsrahmenwerken orientieren. Auswertungslogiken, Indikatoren und Gewichtungen sind konfigurierbar und ermöglichen Anpassungen an unterschiedliche organisatorische Kontexte, Branchen oder Evaluationsziele. Die Ergebnisse werden in einem dashboardbasierten „Wirkungskompass“ visualisiert, der strukturierte Übersichten, Vergleichswerte und Benchmark-Informationen bereitstellt.

Die automatisierte Berichtserstellung ist modular aufgebaut. Ein regelbasiertes Expertensystem strukturiert die zentralen Ergebnisse und stellt deren logische Konsistenz sicher. Ergänzend können Large-Language-Modelle eingesetzt werden, um die Ergebnisse in verständliche, zielgruppenspezifische Textberichte zu überführen. Dabei werden ausschließlich aggregierte Informationen verwendet; personenbezogene Daten werden weder verarbeitet noch benötigt. Alle Berichtskomponenten sind funktional entkoppelt, jedoch über ein gemeinsames Daten- und Regelmodell miteinander verbunden.

Die Benutzeroberfläche ist auf Verständlichkeit, geringe Interaktionshürden und Barrierefreiheit ausgelegt, um eine möglichst breite und inklusive Beteiligung von Mitarbeitenden mit und ohne Behinderungen zu ermöglichen. Die Systemarchitektur folgt einem komponentenbasierten Ansatz, der es erlaubt, Erhebungsmodule, Auswertungslogiken, Visualisierungen und Berichtskomponenten unabhängig voneinander weiterzuentwickeln, auszutauschen oder in anderen Anwendungskontexten wiederzuverwenden.

Die Entwicklung der Plattform erfolgt in enger Zusammenarbeit mit Inklusionsunternehmen sowie Expert:innen für Barrierefreiheit. Alle Daten werden ausschließlich auf aggregierter Ebene verarbeitet. Das System unterstützt DSGVO-konforme Deployments, rollenbasierte Zugriffskonzepte und sichere Hosting-Umgebungen. KIWI befindet sich derzeit in der Entwicklungs- und Pretestphase. Eine Pilotphase mit einem größeren Netzwerk von Organisationen ist in Vorbereitung. Geplante Evaluationen betreffen unter anderem Usability, Barrierefreiheit, Nachvollziehbarkeit der Ergebnisse sowie den praktischen Nutzen für organisationale Entscheidungsprozesse und Kommunikation.

Zentrale Funktionen

  • Modularer Aufbau von Fragebögen und Befragungen für unterschiedliche Stakeholdergruppen

  • Flexible Durchführung von Wirkungsmessungen sowie längsschnittlichem Monitoring

  • Konfigurierbare Indikatoren, Auswertungslogiken und Benchmarking-Mechanismen

  • Dashboardbasierte Wirkungsvisualisierung („Wirkungskompass“)

  • Modulare KI-gestützte Berichtserstellung durch Kombination regelbasierter und generativer Komponenten

  • Fokus auf Barrierefreiheit, inklusive Beteiligung und geringe Interaktionshürden

  • DSGVO-konforme Architektur mit aggregierter, nicht personenbezogener Datenverarbeitung

Forschungsschwerpunkte

  • Modulare Systemarchitekturen für soziale Wirkungsmessung

  • Menschzentriertes und barrierefreies Interaktionsdesign

  • Erklärbare KI für automatisierte Berichtserstellung

  • Visual Analytics zur Unterstützung organisationaler Entscheidungsprozesse

  • Übertragbare Architekturen für soziale und nachhaltigkeitsorientierte Anwendungen

 

Our cooperation partner

KIWI is funded by the Aktion Mensch Stiftung.